Die Power von Shared Leadership – 10 Tipps für geteilte Führung in Ihrem Team

Das Kräfteverhältnis auf dem Arbeitsmarkt hat sich durch
Nachwuchs- und Fachkräftemangel zu Gunsten der Arbeitnehmer
verschoben. Moderne Mitarbeitende erwarten, Verantwortung zu übernehmen, mitzugestalten und mitzuentscheiden.
Den wenigsten reicht es, strikt die Anweisungen anderer auszuführen. Zudem nimmt die Komplexität der
Aufgaben und Projekte zu und erfordert von Führungskräften ständige Anpassungen und schnelle Reaktionen. Die Wirksamkeit traditioneller, autoritärer Führungsstile ist damit auf
den Prüfstand gestellt.

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Shared Leadership: Geteilte Führung = doppelter Impact?

Das Kräfteverhältnis auf dem Arbeitsmarkt hat sich durch Nachwuchs- und Fachkräftemangel zu Gunsten der Arbeitnehmer verschoben. Heutige Mitarbeitende erwarten, Verantwortung zu übernehmen, mitzugestalten und mitzuentscheiden. Den wenigsten reicht es, strikt die Anweisungen anderer auszuführen. Zudem nimmt die Komplexität der Aufgaben und Projekte zu und erfordert von Führungskräften ständige Anpassungen und schnelle Reaktionen. Die Wirksamkeit traditioneller, autoritärer Führungsstile ist damit auf den Prüfstand gestellt.

Um Fortschritte zu erzielen, bedarf es innovativer Führungsmodelle, wie Shared Leadership, die flexibel sind und den aktuellen Erwartungen und Anforderungen gerecht werden können. Aber kann ein Führungsansatz wie Shared Leadership wirklich funktionieren, die Mitarbeiterzufriedenheit fördern und zu produktiven Teams führen, die mit Ergebnissen zu überzeugen wissen?

Was ist Shared Leadership?

Shared Leadership ist ein Konzept, bei dem sich mehrere Verantwortliche für einen bestimmten Zeitraum Führungsaufgaben teilen – ganz im Gegensatz zur traditionellen Führung, bei der in der Regel eine einzelne Führungskraft Entscheidungen für die Gruppe trifft. Shared Leadership basiert auf der Annahme, dass nicht ein Teamleader allein alle Antworten auf jede Situation kennen kann. Stattdessen konzentriert sich die gemeinsame Führung darauf, dass alle Teammitglieder die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Erkenntnisse einzubringen und eine Lösung zu finden, die den Bedürfnissen des Teams am besten gerecht werden. 

Top-Down Leadership

Top Down Leadership

Shared Leadership

Das Shared-Leadership-Modell ist somit eine Form der transformationellen Führung, bei der den Mitarbeitenden mehr Verantwortung  übertragen wird und Hierarchien abgeflacht werden. Es ist vielseitig, da es sich mit anderen Führungsstilen kombinieren lässt, diese ergänzt und situationsabhängig angepasst werden kann. Eine geteilte Führung innerhalb eines Teams kann beispielsweise unabhängig von Rang oder Dienstalter durch eine gerechte Verteilung der Verantwortlichkeiten erreicht werden. 

„Unternehmen mit einem hohen Level an Shared Leadership sind deutlich innovativer und effektiver,
weil sie mit signifikant mehr Herzblut und Energie arbeiten.“

Heike Bruch, Professorin für Leadership, Universität St. Gallen

Dabei kann die Führungsrolle immer wieder wechseln oder gleichzeitig von mehreren übernommen werden – angepasst an die aktuell anstehenden Aufgaben, das Know-How und die Erfahrung der jeweiligen Mitarbeiter.

Shared Leadership = Potentiale maximieren

Welche Vorteile bringt Shared Leadership mit sich?

Shared Leadership kann die Motivation, Arbeitszufriedenheit und Loyalität der Mitarbeitenden deutlich verbessern, wie eine Vielzahl empirischer Studien zeigen. Dass Teams dadurch leistungsfähiger und resilienter werden, bestätigte auch eine Untersuchung der Universität St. Gallen1, die von der Leadership-Professorin Heike Bruch geleitet und bei der mehr als 26.000 Teilnehmende aus 160 Unternehmen befragt wurden.
Gemeinsame Führung ist somit ein wirksames Instrument für Unternehmen, die ihr Potenzial maximieren und ein Umfeld der Zusammenarbeit und Innovation fördern wollen. 

Mit Shared Leadership lassen sich neue Arbeitszeitmodelle, Führung auf Distanz und 

Dezentralisierung leichter umsetzen. Komplexe Aufgaben und Projekte können auf mehrere Schultern verteilt getragen und schneller vorangebracht werden, da ein einzelner Teamleader nicht mehr allein in der Verantwortung steht. 

Durch die Führungsaufteilung wird zudem stärker kooperativ gearbeitet und der Zusammenhalt im Team gefördert. Teammitglieder erhalten die Möglichkeit, ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten effektiver zu bündeln, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

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Ein weiterer Pluspunkt: Gemeinsame Führung ist ein zeitgemäßer Ansatz für die Zusammenarbeit im Team, der besonders den Bedürfnissen junger Arbeitnehmenden entspricht, die in ihren Jobs verstärkt mehr Sinn und Verantwortung suchen. Auf dem heutigen Arbeitsmarkt ist es angesichts des „War for Talents“ von entscheidender Bedeutung, qualifizierte Mitarbeiter zu halten und die Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Bewerber zu steigern. Shared Leadership kann diesbezüglich ein wichtiger Bestandteil sein.

Allerdings: Die Umsetzung der gemeinsamen Führung erfordert erhebliche Anstrengungen im Unternehmen und ist nicht für alle Teams oder Organisationen gleichermaßen geeignet.

Rahmenbedingungen: So geht geteilte Führung

Welche Rahmenbedingungen sind für die Umsetzung von Shared Leadership nötig?

Shared Leadership hat sich vor allem für mittlere und untere
Ebenen einer Organisation als wirksam erwiesen und ist für
die höchste Führungsebene eher weniger geeignet. Shared
Leadership folgt keinen vorgeschriebenen Regeln, was die Umsetzung zusätzlich erschwert. Die Implementierung erfordert
ein hohes Maß an Vertrauen und Akzeptanz. Die Teammitglieder
müssen bereit sein, sich von der Vorstellung zu verabschieden,
dass nur eine Person das Team führen kann, und
stattdessen einen kollektiven Ansatz akzeptieren, bei dem alle zusammen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Dazu gehört, dass die Mitarbeitenden einverstanden sein müssen, zusätzliche
Aufgaben und mehr Verantwortung zu übernehmen.

Eine wirksame Umsetzung von Shared Leadership in einem
Unternehmen erfordert zudem eine gute Kommunikation
und Transparenz unter den Teammitgliedern, weshalb ein
ständiger und offener Austausch für eine erfolgreiche Aufgabenverteilung entscheidend ist. Derzeitige Führungskräfte
sollten unbedingt in den Entscheidungsprozess einbezogen
werden, da sie Führungsaufgaben abgeben werden.

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10 Tipps: So implementieren Sie Shared Leadership erfolgreich

1. Organisatorische Struktur

Gemeinsame Führung erfordert oft eine Veränderung der Organisationsstruktur. Dies kann die Schaffung neuer Rollen oder Stellenbezeichnungen, wie Teamleiter oder Projektmanager oder
auch die Neudefinition bestehender Rollen beinhalten. Wenn sichergestellt ist, das jede/r Mitarbeitende seinen Platz in der Organisation kennt und weiß, wer in welchem Projekt welche
Verantwortung trägt, ist die Grundvoraussetzung für Shared Leadership im Unternehmen gegeben.
Außerdem wichtig: Die definierten Rollen müssen von allen Mitarbeitenden gleichermaßen angenommen werden – neue Führungskräfte können erst wirken, wenn Ihnen mit Akzeptanz und
Wertschätzung begegnet wird.

2. Team- und Arbeitsstrukturen

Shared Leadership basiert auf Zusammenarbeit und gegenseitige
Unterstützung. Bisherige Strukturen und Arbeitsprozesse werden
bei der Implementierung (teilweise) aufgelöst und gemeinschaftlich
neu festgelegt oder zumindest optimiert. Effektive gemeinsame Führung bedeutet, die Stärken und Schwächen des eigenen
Teams zu kennen und Aufgaben entsprechend zu delegieren.
Hierbei kann eine Team Analytics Software gut unterstützen. Durch
eine wissenschaftlich fundierte Abfrage entschlüsselt sie sowohl das Stärkenprofil des Teams als auch dessen Herausforderungen
und Blockaden sowie deren konkrete Ursachen. Teammanager
erhalten auf Grundlage dieser Analyse konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Team.

3. Unternehmenskultur

Unverzichtbar für das Gelingen von Shared Leadership ist die Etablierung und Stabilisierung einer Kultur des Vertrauens und Respekts, die den Einzelnen ermutigt, offen für neue Ideen zu sein und Risiken einzugehen. Entscheidungen sollten in Zusammenarbeit und im kollektiven Dialog getroffen werden. Dies kann über Mentorenschaften, die Schaffung von Lern- und Wachstumsmöglichkeiten sowie über die Förderung einer Feedbackkultur erreicht werden.

4. Kommunikation

Es muss klar kommuniziert werden, welche Ziele verfolgt werden und wie Teams diese Ziele erreichen wollen. Erwartungen an die Teammitglieder und Bearbeitungszeiträume müssen verbindlich festgelegt werden. Gibt es hier Führungsprobleme, kommt das Vorhaben ins Stocken. Nur ein kontinuierlicher, offener Austausch innerhalb der Teams sorgt dafür, dass die Verteilung der Aufgaben funktioniert und Unklarheiten gemeinsam geklärt werden können. Darüber hinaus ist es wichtig, eine positive Fehlerkultur zu etablieren. Ohne Risikobereitschaft gibt es keine Innovation und ohne Fehler keinen Lerneffekt.

5. Feedback

Feedbackschleifen stellen sicher, dass alle Teammitglieder wissen, wie sich ihr Handeln auf die Gesamtleistung des Teams auswirkt und wie etwaige Probleme schnell erkannt und behoben werden können. Konstruktives Feedback unterstützt dabei,
dass sich alle Teammitglieder während des gesamten Prozesses respektiert und wertgeschätzt fühlen.

6. Anerkennung

Führungskräfte sollten Erfolge sowohl auf individueller als auch auf Teamebene feiern. Das trägt zur Motivation des Einzelnenbei, festigt Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt – Faktoren, die elementar auf das Gelingen gemeinsamerFührung einzahlen.

7. Lösung von Konflikten

Es ist wichtig, Verfahren zur Lösung von Konflikten zu etablieren. Grundsätzlich sollte ein offener Dialog und das Verständnis fürunterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse der beteiligtenPersonen dazugehören. Ideen und Meinungen können dannohne Angst vor Verurteilung oder Kritik geäußert werden. Bestandteil sollte auch ein abschließendes Feedback darüber sein,wie das Team in Zukunft besser zusammenarbeiten kann.

8. Schulung

Nicht alle Mitarbeitende besitzen die Skills und die Motivation,eine Führungsrolle einzunehmen. Nicht jeder Entscheider bzw.jede Entscheiderin möchte seine oder ihre gewichtige Positionabgeben. Damit Shared Leadership trotzdem erfolgreich seinkann, müssen die Teammitglieder ihre Rollen und die damitverknüpften Erwartungen verstehen und Grenzen respektieren. Schulungsprogramme können Teams das dafür nicht unwesentliche Verständnis für die Feinheiten der Kommunikation und die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten vermitteln. Außerdem macht es Sinn, Teams regelmäßig über die neuestenVeränderungen in der Organisation zu informieren und sie daraufvorzubereiten.

9. Teamdynamik

Auch während des Übergangs zu Shared Leadership sollte dasTeam weiterhin als Einheit agieren und das gleiche Unternehmensziel anstreben. Die Anerkennung der Rolle, die jede/rMitarbeitende im Team innehat und die Ausgewogenheit derVerantwortlichkeiten innerhalb einer Gruppe sind dafür wichtige Grundlagen. Je präziser die teamindividuellen Herausforderungen eruiert und sichtbar gemacht werden, desto effektiver lassen sich zielgerichtete Lösungen finden und die Teamdynamik verbessern. Die Nutzung einer KI-gestützten Teammanagement Software kann hier ein enormes Potenzial zur Optimierung der Teamsteuerung und -entwicklung bieten, die weit über das alleinige Verlassen auf die Intuition der Führungskräfte hinausgeht.

10. Verantwortung / Rechenschaftspflicht

Mit der Abgabe von Verantwortung signalisieren Führungskräfte, dass sie Vertrauen in das leitende Team haben. Das steigert ihre Leistungsbereitschaft. Wichtig ist, dass zu Beginn des Projekts dergenaue Umfang der Zuständigkeiten klar definiert ist. Alle Teammitglieder sollten sich darüber im Klaren sein, inwieweit sie für diegemeinsame Führung verantwortlich sind. Sobald sich mehrere Personen die Führungsposition teilen, ist eine engmaschige Absprache untereinander und eine regelmäßige Überprüfung des Projektfortschrittes unverzichtbar, damit dieser gegebenenfallsangepasst und optimiert werden kann.

Fazit: Darauf müssen sich Führungskräfte einstellen

Shared Leadership hat viele Vorteile und wird in den Unternehmen
immer beliebter. Damit es gut funktioniert, braucht es jedoch
nicht nur Mut zur Veränderung. Die Umsetzung erfordert auch
einen umfangreichen Change-Management-Prozess. Gemeinsame
Führung sollte als ein gemeinschaftlicher Prozess verstanden
werden, der das Engagement, die Akzeptanz und den Beitrag
aller Mitarbeitenden erfordert. Bei der Einführung eines geteilten
Führungssystems ist es wichtig, die Verantwortungsbereiche
klar zu definieren und dafür zu sorgen, dass alle Beteiligten entsprechend ihren Stärken eingesetzt werden. Denn ein zentraler Schlüssel für das Gelingen von Shared Leadership liegt auch in
der passgenauen Nutzung individueller Werte- und Passionsstrukturen.

Eine Teamführungs-Software kann Führungskräfte sinnvoll unterstützen, ein gutes Verständnis dafür zu bekommen, wie die Teams aufgestellt sind, was bereits gut läuft und wo im Rahmen der Personalentwicklung noch mehr Potenzial im Team mithilfe von Shared Leadership freigesetzt werden kann.

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