So meistern Sie die häufigsten Führungsfehler

Die Gründe für Mitarbeiterfluktuation sind vielfältig. Führungskräfte gehen meist davon aus, dass des Geldes wegen gekündigt wird. Doch Studien zeigen, schlechte Führung ist einer der häufigsten Auslöser für das Ausscheiden der Mitarbeitenden. Dieser Artikel beleuchtet sieben Führungsfehler, die Unternehmen vermeiden sollte, um den Verlust von Spitzenkräften zu verhindern.

Die häufigsten Fehler bei der Teamführung

Welche negativen Auswirkungen haben Führungsfehler?

Zu niedriges Gehalt, zu viel Stress und sinnlose Tätigkeiten: Es gibt viele verschiedene Gründe, warum Mitarbeitende ihren Job kündigen. Häufig ist aber das Führungsversagen der Vorgesetzten der wahre Auslöser für das Ausscheiden. Das untermauern auch Studien zu dem Thema:

Die Auswirkungen von Führungsversagen auf die bestehende Belegschaft sind nicht zu unterschätzen. Teams, die schlecht geführt werden, haben deutlich mehr Schwierigkeiten, effektiv zusammenzuarbeiten, was zu teuren Projekt-Verzögerungen, Fehlern und zusätzlichen Arbeitsaufwänden führt. Zudem stellt Mitarbeiterfluktuation ein erhebliches Risiko für Unternehmen dar. Die Nachbesetzung und Einarbeitung von neuen Beschäftigten können sich negativ auf den Zeitplan von Projekten auswirken und immense Kosten verursachen. Zu den möglichen negativen Folgen mangelhafter Führung gehören auch geringere Unternehmensgewinne, erhöhte Personal- und Einarbeitungskosten sowie erhöhte Kundenunzufriedenheit.

Die Quintessenz ist: schlechte Führung, schlechtes Geschäft! Gibt es in Ihrem Unternehmen eine hohe Fluktuationsrate? Um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und den Verlust von Spitzenkräften zu verhindern, sollten diese sieben Fehler vermieden werden. 

„Um die passende Führung und gezielte Maßnahmen für ein Team auszuwählen, ist es wichtig, das Team und seine Zusammensetzung zu verstehen.“

7 Tipps, wie Sie Führungsfehler vermeiden

1. Fehlen einer Vision:

Ohne eine starke Vision sind Führungskräfte orientierungslos und nicht in der Lage, ihre Teams effektiv zu führen.

Das können Sie tun:
Es ist wichtig, dass Sie eine klare Vision für die Zukunft haben und sie mit dem gemeinsamen Anliegen des gesamten Teams so verknüpfen, dass sich Ihre Teammitglieder inspiriert fühlen und dieser folgen. Erarbeiten Sie mit Ihrem Team zusammen, wie sie auf eine gemeinsame Vision hinarbeiten können. Die Vision beschreibt dabei den angestrebten Zustand des Teams in der Zukunft. Sie hilft Ihrem Team zu erkennen, wie ihre Arbeit zu einem größeren Ganzen beiträgt und führt zu mehr gemeinsamer Verantwortung und einem stärkeren Wir-Gefühl. Die Visionsentwicklung wird dadurch zum identitätsstiftenden Gemeinschaftserlebnis.

2. Mangelhafte Kommunikation:

Führungskräfte, die ihre Ziele und Erwartungen nicht klar kommunizieren, können bei den Teammitgliedern Verwirrung stiften und zu schlechten Leistungen führen. Eine wirksame Kommunikation ist daher für die Schaffung einer starken Teamdynamik und die Förderung der Zusammenarbeit unerlässlich.

Das können Sie tun:
Legen Sie konkrete Erwartungen und messbare Ziele fest, kommunizieren Sie diese direkt und seien Sie verbindlich, verlässlich und konsequent. Erhöhen Sie das Verständnis füreinander und ermutigen Sie zu Feedback, damit Sie ein Umfeld schaffen, in dem Ihre Teammitglieder auf sichere Art und Weise konstruktive Kritik und Vorschläge äußern können. Zielführende Rückmeldungen und positive Bestärkung sind von entscheidender Bedeutung für die Optimierung der Teamleistungen, sowohl innerhalb eines Teams als auch teamübergreifend. Eine motivierende Unternehmenskultur durch regelmäßige interne Kommunikation, die deutlich macht, wie jede/r Einzelne zum Gesamterfolg beiträgt, sowie Klarheit über die Werte und Mission des Unternehmens sorgen dafür, dass Mitarbeitende mit echter Begeisterung arbeiten. Wenn Feedback im Tagesgeschäft untergeht, hilft es, Rückmeldungen als regelmäßige Routine zu integrieren, z.B. kurze Feedbackzeiten in Meetings einzubauen. Aufgaben oder Ergebnisse, die dort vorgestellt werden, können mit einem Micro-Feedback versehen werden, das den Feedbacknehmenden eine gute Orientierung für die weitere Arbeit gibt.

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3. Unfähigkeit zu delegieren:

Chefs, denen es nicht gelingt, Aufgaben zu delegieren, können eine große Quelle der Frustration für ihre Teammitglieder sein. Anstatt jeden Schritt zu diktieren, sollten Führungskräfte ihre Teammitglieder befähigen, unabhängig zu denken und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Übermäßige Kontrolle unterdrückt die Kreativität und Initiative ihrer Mitarbeiter, was letztlich zu Frustration, Demotivation, mangelndem Vertrauen und hoher Fluktuation führt. 

Das können Sie tun:
Erkennen Sie die Stärken und Schwächen der einzelnen Teammitglieder. Der richtige Einsatz individueller Werte- und Passionsstrukturen ist entscheidend für den Teamerfolg. Mithilfe einer Team Analytics Software können Sie die Werte und Leidenschaften Ihrer Teams schnell und einfach analysieren. Sie erhalten dadurch nicht nur einen Überblick über individuelle Werte- und Passionsprofile Ihrer einzelnen Teammitglieder, sondern bekommen auch wichtige Informationen zu ihren Prioritäten und Motivationen am Arbeitsplatz. Es werden sowohl die Stärken Ihres Teams als auch die derzeitigen Hindernisse offensichtlich und Sie erhalten wichtige Impulse für die Aufgabendelegation.

Im Allgemeinen hat sich dabei folgende Vorgehensweise
bewährt:

  • Delegieren Sie entsprechend des Know-hows des einzelnen
    Mitarbeiters.
  • Kommunizieren Sie die Erwartungen, Aufgaben, Ziele und den Zeitrahmen klar.
  • Sorgen Sie für Transparenz, stellen Sie alle notwendigen Informationen zur Verfügung und erläutern Sie Ihren Mitarbeitenden, warum die Aufgabe erfüllt werden soll.
  • Vermitteln Sie, dass Sie Vertrauen in die Fähigkeiten des Mitarbeitenden haben.

4. Mangelndes Vertrauen:

Vertrauen ist ein wesentlicher Bestandteil jedes erfolgreichen Teams. Ohne Vertrauen zögern die Mitarbeiter möglicherweise, sich zu öffnen, ihre Ideen zu äußern und effizient zusammenzuarbeiten. Zudem werden sie irgendwann auf „Dienst nach Vorschrift“ umschalten oder sich einen anderen Arbeitsplatz mit mehr Gestaltungsspielraum suchen.

Das können Sie tun:
Vertrauen bildet sich genau dann, wenn Ihre Teammitglieder wissen, was genau von ihnen erwartet wird und wenn sie das Gefühl haben, dass sie bei der Arbeit ihre Stärken einsetzen können. Geben Sie Ihrem Team mehr Raum für Eigeninitiative und finden Sie einen Weg, die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Etablieren Sie eine Fehlerkultur. Denn: Ein Arbeitsklima, das Fehler zulässt, fördert den kreativen Prozess. Falls Sie die Stärken und Schwächen Ihrer Mitarbeitenden auf Teamebene nicht kennen, kann eine Team Management Software unterstützen: Durch wissenschaftlich fundierte Abfragen entschlüsselt sie sowohl das Stärkenprofil des Teams als auch dessen Herausforderungen und Blockaden sowie deren konkrete Ursachen.

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5. Fehlende Offenheit:

Wer sich hinter seiner Rolle als Führungskraft versteckt und keine Offenheit zeigt, kann mit der Zeit eine wachsende Distanz zwischen sich und seinen Mitarbeitenden schaffen. Eigene Ideen werden seitens der Teammitglieder immer seltener geäußert. Es ist wichtig, Offenheit zu stärken, sodass innovative Ideen und Veränderungen im Team erkannt und neu entwickelt werden. Offenheit ist daher eine wichtige Führungsdimension, die regelmäßig neu „geschliffen“ werden muss.

Das können Sie tun:
Neue Situationen und Veränderungen können bei Mitarbeitenden oft zu Gefühlen der Unzulänglichkeit und Unsicherheit führen. Schon das Wissen, dass sie Veränderungen nicht allein „ausgeliefert“ sind, sondern jemanden haben, mit dem sie sich austauschen und Fragen klären können, hilft beim Herangehen an neue Herausforderungen. Eine beliebte Methode, um das Potenzial von Offenheit auszuschöpfen, kann die Bildung von Lerntandems sein, die sich gegenseitig bei Neuem unterstützen. Diese treffen sich regelmäßig, um sich zu neuen Aufgaben auszutauschen, bei Problemen gemeinsam Lösungen zu finden und zusammen über die beste Herangehensweise zu reflektieren. Bei der Bildung von Lerntandems empfiehlt es sich, den individuellen Erfahrungs- und Wissensstand jedes/r Einzelnen zu berücksichtigen und so viel Heterogenität wie möglich zu schaffen.

6. Fehlendes Konfliktmanagement:

Ein effektives Konfliktmanagement ist entscheidend für eine erfolgreiche Teamführung, da es die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern erleichtert. Wird ein Konflikt nicht angegangen, beeinflusst dies die Teamarbeit und den Zusammenhalt langfristig negativ. 

Wenn die Fronten verhärtet sind, Interessenkonflikte bestehen und Machtkämpfe ausgetragen werden, können Entscheidungen verzögert werden und die besten Lösungen für Mitarbeitende und Unternehmen nicht erreicht werden.

Das können Sie tun:
Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Meinungsverschiedenheiten offen angesprochen werden können, noch bevor sie zu einem echten Konflikt eskalieren. Schulungen oder Coaching können eine praktikable Lösung sein, um Mitarbeiter über Feedback-Richtlinien und die Anwendung eines wertschätzenden Ansatzes zu informieren. Konflikte und Diskussionen sollten auf faire, objektive und neutrale Weise gelöst werden. Wenn Sie mit unterschiedlichen Standpunkten konfrontiert werden, vermeiden Sie Voreingenommenheit und hören Sie sich stattdessen aktiv alle Perspektiven an, um eine Lösung zu finden.

7. Keine stärkenorientierte Führung:

Ein zentraler Schlüssel für den Teamerfolg liegt in der passenden Nutzung individueller Werte- und Passionsstrukturen. Viele Führungskräfte neigen aber dazu, sich hauptsächlich auf die Schwächen ihrer Mitarbeiter zu konzentrieren. Mitarbeitende sind motivierter und erfolgreicher, wenn ihr Chef ihnen ermöglicht, ihre Stärken in der Teamarbeit zur Geltung zu bringen.

Das können Sie tun:
Durch das Erfassen individueller Präferenzen und Team- Dynamiken verhelfen Sie ihren Mitarbeitenden zu mehr Engagement und Zufriedenheit. Eine Teamführungs- Software unterstützt dabei, das Werte- und Passionsprofil aller Teammitglieder mittels wissenschaftlich fundierter Fragemethoden schnell und einfach zu erstellen. Auf diese Weise können Teamstruktur und -dynamiken besser verstanden sowie die Stärken und Motivatoren eines jeden Teammitglieds erkannt werden. Konkret macht die Software sichtbar, in welchen Teampositionen die einzelnen Mitarbeitenden im Team unterwegs sind und welche alternativen Positionen sie darüber hinaus einnehmen können.

Fazit: Der Schlüssel zur Führungskompetenz

Das Verhalten von Führungskräften kann sich erheblich auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter auswirken. Schlechte Führung kann zu Motivationsverlust und möglicherweise sogar zu Burn-out oder hoher Mitarbeiterfluktuation führen. Es ist wichtig, dass Führungskräfte dafür sorgen, dass ihre Teams gut ausgerüstet und motiviert sind, um erfolgreich zu sein. Zu einer effektiven Führung gehört es, den Teammitgliedern die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen, sie bei Bedarf anzuleiten, zu unterstützen, ihre Leistungen anzuerkennen und zu würdigen. Effektive Führung wird durch die bestmögliche Nutzung des gesamten Teampotenzials erreicht. Software unterstützt dabei, aktuelle Herausforderungen und Blockaden in der Teamführung zu erkennen und fallspezifisch zu lösen. Auf Basis dieser Analysen erhalten die Führungskräfte konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Team.

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